Bauphysik

Wärme und Feuchteschutz

Die Primäraufgabe des Wärme- und Feuchteschutzes bei Bauten, die dem dauernden Aufenthalt von Menschen dienen, ist die Gewährleistung eines behaglichen und damit hygienischen Raumklimas. Zu den weiteren wesentlichen Faktoren gehören der Schutz der Bausubstanz vor Feuchtigkeitseinwirkungen und deren Folgeschäden, die Reduzierung des Energieverbrauches und dadurch der Bewirtschaftungskosten sowie Herstellungskosten.

Eine unzureichende Planung, Berechnung und Ausführung von Wärme- und Feuchteschutzmaßnahmen im Gebäudebestand führt nicht nur zu hohen Energieverlusten sondern auch zur Beeinträchtigung und Zerstörung der Bausubstanz sowie zur Herabsetzung der wohnklimatischen Bedingungen, die in einem direkten Zusammenhang mit dem gesundheitlichen Wohlbefinden der Bewohner stehen. Sowohl im Planungsstadium und während der Bauphase als auch bei bestehenden Gebäuden wird durch unsere Fachingenieure die Beratung, Untersuchung und Berechnung in folgenden Bereichen durchgeführt:


1.Wärme- und Feuchteschutzberechnungen nach:

  • DIN 4108 - Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden
    Teil 2 „Mindestanforderungen an den Wärmeschutz“
    Teil 3 „Klimabedingter Feuchteschutz“
  • DIN EN ISO 6946 – Wärmedurchlasswiderstand und Wärmedurchgangskoeffizient
  • DIN EN ISO 13370 – Wärmeübertragung über das Erdreich

2.Energetische Bilanzierung von Gebäuden nach:

Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) in Verbindung mit:

  • DIN 4108 - Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden
    Teil 6 – Berechnung des Jahresheizwärme- und des Jahresheizenergiebedarfs
  • DIN V 18599 – Energetische Bewertung von Gebäuden

3.Wärmebrückenanalyse

4.Rechnerische Prognose des Schimmelpilzwachstumsrisikos auf Bauteiloberflächen in Innenräumen zur:

  • Schadensdiagnose / Ursachenermittlung
  • Planung und Beurteilung von Sanierungen
  • Schwachstellenanalyse gefährdeter Bauteile
  • Planung der Möblierung etc.

5.Labortechnische Untersuchungen:

  • Messtechnische Aufnahme und Überwachung von raumklimatischen Bedingungen (Temperatur / Luftfeuchte / Schadstoffe)
  • Messung der Oberflächentemperaturen von Bauteilen
  • Zerstörungsfreie Messungen von Feuchtigkeitsgehalt und Feuchtigkeitsverteilung in Baustoffen und Bauteilen
  • Bestimmung der Wärmeleitfähigkeit von Baustoffen
  • Bestimmung des Diffusionsverhaltens von Baustoffen
  • Bestimmung der Wasseraufnahme von Baustoffen

6.Erstellung von Sachverständigengutachten

Erstellung von Sachverständigengutachten über Mängel und Schäden im Bereich des Wärme– und Feuchtigkeitsschutzes in Gebäuden ( z.B. Schimmelpilzschäden ).

 

 


Typische Schadensfälle

Algen- und Schmutzablagerung auf der Außenwand eines nicht gedämmten Dachausbaus


Algenwachstum auf einer Außenfassade durch ständige Beschattung
Schimmelpilz im Anschlussbereich zwischen den Aussenwänden und dem Flachdach aufgrund nicht gedämmter Stirnseiten der Stahlbetondecke
Massive Schimmelpilzbildung in einer Kellerwohnung durch unzureichendes Lüften und Beheizen der Wohnräume
Tauwasser- und Schimmelpilzbildung in einer unteren Raumecke durch Wirkung einer geometrisch bedingten Wärmebrücke
Starke Schimmelpilzbildung in einer Dachgeschosswohnung unterhalb einer unzureichend gedämmten Flachdachkonstruktion
Schimmelpilzwachstum an der Unterfläche eines ungedämmten Betonfenstersturzes
Feuchtigkeit und Schimmelpilz im Bereich der Fensterleibung eines Fensters mit Außenanschlag